Europa, Frankreich
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12 Stunden in Paris mit Kindern: Erfahrungsbericht

Paris ist eine tolle Stadt, aber touristisch leider total überlaufen. Vor allem in den Schulferien fällt es mir zwischen den internationalen Menschenmassen schwer, noch so verliebt in die französische Metropole zu sein, wie ich es früher einmal war. Wie wir 12 Stunden in Paris mit Kindern dennoch genießen konnten und was wir von unseren Unternehmungen wirklich weiterempfehlen können, möchte ich im Folgenden teilen.

Paris in den Osterferien

Meine drei kleinen Travelbuddies waren neugierig auf den Eifelturm. Also planten wir Ostern 2025 – obwohl wir wussten, dass es voll werden würde – einen Tagesausflug nach Paris während unseres kleinen Frankreich Roadtrips ein. Den Städtetrip kombinierten wir mit einem Tag in  Chantilly und einen Tag im Parc Astérix.
Das war für die Kids perfekt, um alle Eindrücke gut zu verarbeiten.

Von Chantilly fährt man weniger als 30 Minuten mit dem Schnellzug zum Gare du Nord. Mit „früher Vogel Manier“ haben wir geschafft, ziemlich genau 12 Stunden in Paris mit Kindern zu verbringen. Der Tag war anstrengend, intensiv, aber absolut bereichernd.

12 Stunden in Paris mit Kindern

Bevor ich detailliert erzählen werde, was wir unternommen haben, möchte ich vorab den aus meinen Augen wichtigsten Tipp für die Ferienzeit teilen: früh am Morgen, wenn mehr Einheimische ihren Erledigungen nachgehen als Touristen unterwegs sind, liegt noch dieser gewisse Zauber über der Stadt. Es lohnt sich also wirklich, früh unterwegs zu sein.
Wir haben den Morgen für einen Spaziergang durch Monmatre genutzt.

ein Morgen in Monmartre

Somit ging es für uns vom Gare du Nord zu Fuß nach Monmartre. Bis zur Sacré-Coeur läuft man etwa 20 Minuten. Unterwegs haben wir uns noch an einer typischen Boulangerie mit (zweitem) Frühstück versorgt.

Der erste Bucketlist Punkt der Kids war nämlich: ein frisches, ofenwarmes Pain au Chocolat auf den Stufen von Sacre Coir genießen.

Pain au Chocolat bei Sacre Coeur

12 Stunden in Paris Sacre Coeur

Gestärkt haben wir dann noch einen Spaziergang mit Audioguide durch die populären Gässchen von Monmartre gemacht.
Da wir – ich werde später noch genauer darauf eingehen – eine Bustour gebucht hatten, konnten wir auf verschiedene geführte Walks zugreifen.
Auf dem Hügel gab es dann auch schon den ersten Ausblick auf das „Objekt der Begierde“.

Eifelturm von Monmatre

der beste Ausblick über Paris

Unser Spaziergang endete an den Galeries Lafayette. Oben auf der Dachterrasse hat man meiner Meinung nach einen der besten gratis Blicke auf die Stadt, inklusive Eifelturmpanorama.

12 Stunden in Paris Erfahrungsbericht

Jellycat Galeries Lafayette

Die Kinderabteilung ist auch einen Besuch wert. Besonders beliebt und auch schon am Morgen mit langer Wartezeit sowie unglaublichen Kosten verbunden ist die Jellycat Patisserie. Aber auch drumherum gibt es für Kinder viel zu entdecken.
Mittlerweile gibt es im Kaufhaus selbst noch eine instagramable Aussichtsplatform, für die wir uns aber nicht anstellen wollten.

12 Stunden in Paris: Fortbewegung

Ein Block von den Galeries Lafayette entfernt, in der Nähe der Oper, konnten wir unsere Bustour mit Tootbus starten. Normalerweise erkunden wir Städte gerne auf eigene Faust.  Allerdings habe ich mich für unsere 12 Stunden in Paris mit Kindern ganz bewusst für den Bus entschieden und es nicht bereut.
Denn im Bus konnten wir kurz unsere Füße ausruhen und trotzdem viel von der Stadt sehen. Außerdem ist – gerade für Kinder – die erhöhte Perspektive nicht schlecht fürs Sightseeing in einer Metropole.

Die Metro wäre günstiger, flexibler und schneller gewesen. Aber es ist relativ umständlich, spontan ohne Smartphone App, Registrierung oder Pfandkarten, die man für jedes Familienmitglied einzeln kaufen muss, an Tickets zu kommen. Das lernten wir dann noch am Abend. Hinzu kommen die langen Wege beim Umsteigen, das Gewusel und die Tatsache, dass man immer nur an den einzelnen Zielen ausgespuckt wird, erschienen mir für den Tagesausflug als hinderlich.
Bei einem längeren Aufenthalt in Paris würde ich mich auf jeden Fall mit der Metro auseinandersetzen und dann wahrscheinlich auch auf den Touristenbus verzichten.

Hop On Hop Off Bustour

Dank der Bustour haben wir in nur 12 Stunden in Paris wirklich viel von der Innenstadt gesehen: Oper, den Louvre mit seiner Pyramide, den Arc du Triumph und die Champs-Élysées, die Seine, Notre Dame, den Eifelturm (…).
Den Audioguide im Bus empfand ich – gerade für die Kids – als nicht sonderlich informativ. Allerdings kann man ja auch ganz gut im Bus sitzend im Reiseführer blättern oder eben alles einfach auf sich wirken lassen, während die Beine ruhen. Gerade für die Kinder war das bei 12 Stunden in Paris dringend nötig.

Tagesausflug Paris Bustour

12 Stunden Paris Stadtrundfahrt

Wenn man an jeder Station aussteigen und die Sehenswürdigkeiten besuchen möchte, sollte man sich für die Tour den ganzen Tag, wenn nicht sogar zwei Tage Zeit nehmen. Wir sind nur am Eifelturm ausgestiegen und haben schließlich bei der Kathedrale Notre Dame die Tour beendet.

Zwischen 9.30 Uhr und  17 fahren die Busse in den Osterferien im 15-Minuten Takt . Allerdings endet die letzte Tour eben auch schon relativ früh, bevor es dann mit einem Sonderticket abends noch mal weitergeht.
In den Sommermonaten sind die Betriebszeiten länger unterwegs.

Ich hatte die Bus Tickets vorab online bestellt. Es lohnt sich, nach Rabatten zu suchen oder ggf. auch erst vor Ort ein Angebot zu buchen. Den beworbenen Online-Bestpreis kann ich rückblickend nicht bestätigen.

Die App zur Bustour kann ich auf jeden Fall empfehlen, nicht nur wegen Haltestellen und Abfahrtzeiten, sondern weil man dann auch auf die Routenvorschläge und Audioguides für Spaziergänge zurückgreifen kann.

12 Stunden in Paris: der Eifelturm

Auf großen Wunsch der Kids haben wir einen beachtlichen Teil unserer 12 Stunden in Paris am Eifelturm verplempert. Wer gerne nach oben möchte, sollte unbedingt vorab online buchen, mehrere Wochen (!) im Vorfeld. Die Tickets sind allerdings limitiert und für kinderfreundliche Zeiten in den Ferien super schnell vergriffen. Mit einem zugewiesenen Timeslot spart man sich zwei lange Warteschlangen. Der Besuch des Eifelturms dauert dann eher maximal eine Stunde statt drei bis vier Stunden. Du musst vorab entscheiden, ob du Treppen oder Aufzug nutzen möchtest.

Eifelturm mit Kindern12 Stunden in Paris Ausflugstipps

Auf dem Eifelturm selbst verbringt man gar nicht so viel Zeit. In der zweiten/ dritten Etage ist viel los: Shops, Cafés, Fotospots (…).
Die Spitze ist ein Bucketlist Moment, nur mit dem Aufzug zu erreichen und kostet natürlich exta. Oben kann es ziemlich zugig werden.
Im abgesperrten Bereich unter dem Turm kann man sich die Warteschlange mit teurem Fastfood und Souvenirs versüßen.

Gegenüber vom Eifelturm starten Bootstouren über die Seine, sodass dafür vor oder nach dem Eifelturm Besuch der perfekte Moment wäre.

Museen für Kinder in Paris

Bei 12 Stunden in Paris ist, gerade auch bei schlechtem Wetter, der Besuch des Louvre eine typische Alternative zum Eifelturm. Wer mehr als nur das typische Foto vor der Pyramide im Sinn hat, sollte sich auch vorab um Online-Tickets mit Einlasszeit kümmern, um Warteschlangen zu vermeiden. Kinder bezahlen für die Reservierung 2 Euro Gebühr. Vor Ort ist der Eintritt für EU-Bürger unter 26 Jahren komplett frei.
Über die Angebote für Kinder kann ich nichts sagen.
Weitere familienfreundliche Museen machen meiner Meinung nach nur Sinn, wenn man länger vor Ort ist.

12 Stunden in Paris Notre Dame

Notre Dame & Seine-Ufer

Uns hat es nämlich statt ins Museum noch zur Kathedrale Notre Dame verschlagen. Eigentlich wollten wir uns den Wiederaufbau nach dem Kirchenbrand anschauen. Aber auch dafür waren wir wegen einer Ostermesse zu spät dran.

Stattdessen sind wir dann noch entlang der Seine, durchs Quartier Latin bis zum Jardin du Luxembourg spaziert, um dort noch so gerade eben vor Ladenschluss ein paar Macarons von Ladurée auszusuchen und neben den Frühlingsblumen im Park zu genießen.

Macarons Paris mit Kindern

Laduree Macarons Paris

Da die Hop On Hop Off Busse zumindest Ostern nur bis 17 Uhr fuhren, mussten wir für den Rückweg zum Gare du Nord auf die Öffentlichen Verkehrsmittel zurückgreifen.
Es stelle sich als schwierig heraus, für mehrere Personen mit einem Telefon Tickets zu kaufen und zu entwerten. Die Automaten spucken gar keine Einzelfahrscheine aus. An der Station, an der wir uns befanden, gab es auch kein Servicebüro. Kurz gesagt: das Metro Fahren wurde für uns, fix und foxy vom langen Tag, zum Fiasko.
Generell verteufle ich die Metro nicht. Allerdings muss man sich als Familie mit den Modalitäten beschäftigen, um sie stressfrei nutzen zu können.

Wäre so ein Tag mit 12 Stunden in Paris etwas für dich und deine Familie?
Was sind deine ultimativen Paris-Tips?

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Ps. zum Merken & Weitersagen:

12 Stunden in Paris mit Kindern Pinterest

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